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AUDIOPLAN® Stromversorgung

Schon 1983 stießen wir auf das Problem des "verseuchten"
Stromnetzes, wobei vor allem energiereiche, hochfrequente Impulsspitzen den Audiogeräten zu schaffen machen, wie sie seitdem von immer mehr Computern und anderen Geräten mit getakteten Bausteinen ins Netz abgegeben werden.

Von einer HiFi-Anlage hören wir im Grunde den Strom aus der Steckdose. Die 50 Hz-Wechsel-Spannung wird in HiFi-Komponenten gleichgerichtet. Dies gelingt nie ganz perfekt. Schlimmer ist jedoch, dass vor allem hochfrequente Stör- komponenten aus dem Netz die Trafos und Filter des Netzteils recht locker passieren. Und diese Störspitzen, wie sie von allen getakteten Computer-Bausteinen, Dimmern und Reglern ins öffentliche Strom-Netz abgegeben werden, können sehr energiereich sein.

Was passiert in der HiFi-Anlage?

Im Vorverstärker wird nun unser Musiksignal auf die Gleichspannung aufmoduliert, und schon sind die Störimpulse Teil der Musik. Die musikmodulierte Wechselspannung wird nun im Endverstärker zu Wechselstrom, der die Lautsprecher bewegt. Die Störungen finden aber nicht nur bei der Musikquelle (CD, Tuner, Laufwerk) Eingang, sondern gleich reihenweise bei jedem Stromanschluss der verschiedenen Komponenten auch über die Schutzerdungsleiter. Was wir hören, sind nicht nur diese Störungen allein, sondern auch Mischprodukte und Fehlfunktionen der Verstärker-Bausteine, die die hochfrequenten Störungen verarbeiten müssen. Transistoren sind dagegen besonders empfindlich. Das Ergebnis ist ein zweidimensionales, komprimiertes, dünnes und helles Klangbild mit schlechter Raum- und Stereoabbildung.

Warum verändert ein Netzkabel den Klang?

Und weshalb soll der Einfluss auf dem letzten Stück der Strecke so stark sein, wenn doch die Versorgungsleitungen bis zur Steckdose "normal" sind? Diese Fragen tauchen natürlich immer wieder auf.

Bis zur Steckdose werden nach Vorschrift Massivleiter verwendet, die aber wegen ihrer Steifigkeit nur in den Wänden oder in Geräten verwendet werden dürfen. Zur Geräteversorgung sind flexible Leitungen vorgeschrieben. Unter der Erde und unter Putz sind die Leitungen fest eingebettet und nicht Schwingungen wie dem Luftschall durch Lautsprecherbeschallung ausgesetzt. Flexible Leitungen lassen sich leichter anregen und empfangen mit ihrer größeren Oberfläche auch mehr hochfrequente Störungen aus der Luft (Funk- und Telefonverkehr).

Abgeschirmte Netzleitungen scheinen demnach logisch und werden vielfach empfohlen, sind jedoch nicht die richtige Lösung, da sie das Timing deutlich verlangsamen und damit den Spaß an der Musik verderben.


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